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Virus im Frühjahr 2009
Das Schweinegrippe-Virus 2009 brachte Pics und Videoclips von Schweinen mit sich. Menschen sahen wieder mehr lebendige Schweine, im TV, im Internet, in der Zeitung, und vor ihrem inneren Auge.
Kaum jemand sah aber die Traurigkeit der gezeigten Schweine-Gesichter.
Man konzentrierte sich auf die eigene Spezies, verbot das Händeschütteln und Küssen.
Reiseveranstalter stornierten gebührenfrei schon gebuchte Reisen in betroffene Regionen.
Der seit der Vogelgrippe aus der Tiefe hervorgeholte und mittlerweile arrivierte Begriff der Pandemie musste wegen des traurigen Anlasses wieder in den Vordergrund geschoben werden.
Kamen noch Schweine in die Tiergemeinde? Natürlich, wer konnte, der kam. Wer die Grippe hatte, durfte aber nicht ins Freie. Die Influenza war nicht zu unterschätzen.
Stationär mit Schweinegrippe
Es war einmal ein Mensch, der aß viel Schweinefleisch. Warf die Tasse Schweinefleisch in den Einkaufswagen, zahlte, briet, aß. Wie alle anderen.
Eines Tages war sein Immunsystem geschwächt und er bekam die Schweinegrippe. Und er kam in das Krankenhaus, in ein Zimmer mit einem Schwein, das auch die Schweinegrippe hatte.
Um es vorwegzunehmen - beide, das Schwein und der Mensch, wurden nach wenigen Tagen gesundet entlassen, denn es war das Jahr 2010, und anders als im Vorjahr, als in Windeseile ein Impfstoff gegen die Schweinegrippe vonnöten war, um einer Pandemie vorzubeugen, hatte im Jahr 2010 die Schweinegrippe längst den Status des Schreckgespenstes verloren.
Im Doppelzimmer Sonderklasse verbrachten Schwein und Mensch einige Tage gemeinsam.
Und das Schwein brachte dem Menschen ein ungeahntes Maß an Freundlichkeit und Zuneigung entgegen.
Der Mensch blickte dem Schwein in die Augen. Dem sogenannten Tier.
Impfstoff gefunden
Nach geheilter Schweinegrippe Schweineinfluenza und Entlassung aus dem Krankenhaus warf der Mensch keine Tasse Fleisch mehr in den Einkaufswagen, briet nicht, aß es nicht.
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